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Freitag 26.10.2006 - Tag 18

Und weiter geht es im Takt. Das Erdgeschoß wird weiter gemauert. Auch die Kalksandsteine kommen wieder zum Einsatz. Dabei ist zu bemerken, dass es im Erdgeschoß nur eine tragende Mauer gibt. Die Zwischenwände werden erst später gemauert. Lediglich im Treppenhaus wird eine zweite Mauer hochgezogen, in die dann später die Treppe eingehängt wird.

Damit bald außen angefüllt werden kann, muss die Sickerleitung um das ganze Haus komplett fertig mit Kies eingefüllt werden.

Stephan

Wetter: sonnig, warm

Donnerstag 25.10.2006 - Tag 17

Das Mauern der Außenwände wird begonnen. Ruckzuck sind die ersten Schichten angebracht. Wer hätte gedacht, dass das alles so schnell geht? Lediglich dass immer wieder folgende Nachmessen von Meister Klaus bremst den Tatendrang der Maurer etwas, ist aber nachvollziehbar absolut notwendig. Immer wieder bestätig sich: Bis jetzt alles im Lot!

Fazit: Genaues arbeiten und ständiges Messen zahlt sich irgendwann aus!

Erst als die Fenster kommen, wird es etwas langsamer. Plötzlich muss doch einiges an Ziegeln geschnitten werden.

Als Mörtel verwenden wir einen Fertigmörtel (Leichtmauermörtel), allerdings nicht aus dem Silo. Daher muss immer einer die Säcke in die Mischmaschine kippen und das ganze von Hand anmachen.

Außerdem wird damit begonnen, um den Keller am Haus noch einen zusätzlichen Schutz gegen Wasser anzubringen, die so genannte "Noppenbahn" Diese wird ebenfalls mit den Dämmdübeln an die Wand geschossen.

Stephan

Wetter: sonnig, warm

  

Mittwoch 24.10.2006 - Tag 16 

Gleich am Morgen wird betoniert. Dabei läuft das ganze in etwa so ab, wie beim Betonieren der Bodenplatten. Nur dass dieses mal beide Haushälften betoniert werden. Prinzipiell erspart man sich das einschalen der äußeren Begrenzungen, da die Perimeterdämmung gleichzeitig als Schalung dient.

Um sicher zu gehen, dass sich nichts verschiebt, werden jedoch von außen Eisenbolzen an die Dämmung gespannt. Eine riesen Schinderei, da man mit den schweren Bolzen immer über die Baugrube arbeiten muss. Und dass, als die oben schon zu betonieren angefangen hatten...!
 

Nachdem oben betoniert wurde, können die Bolzen (die übrigens wirklich notwendig waren!) wieder  abgebaut werden ;-)

Nach oben geht nichts mehr, Zeit um unten weiter zu machen: der Rest der Sickerleitung wird schön in Kies und Flies verpackt und sauber vorbereitet. Auch an die Ableitungen der Kellerlichtschächte ist zu denken!

Stephan

Wetter: sonnig, warm

  

Dienstag 23.10.2006 - Tag 15 

Kanalanschluss per Hand graben? Keine Chance! Da geht es mit dem Minibagger doch schneller, den fast 3 Meter tiefen Graben auszuheben! 
Noch dazu, da Klaus das Ding auch bedienen kann!

Außerdem haben wir heute doch noch mehr vor: Die erste Fertigdecke soll kommen!
 

Kaum fertig mit Baggern, kommt auch schon der LKW. Mit dem Kran werden die einzelnen Teile auf die Betonwände und tragenden Mauern gelegt. Für Laien eine ganz schön wackelige Angelegenheit, auf den schmalen Mauern zu laufen und gleichzeitig die einzelnen Teile passgenau zu setzen!
Das macht dann doch besser einer, der sich auskennt!
Wenn man das ganze so betrachtet, eigentlich schon interessant. Nach nur kurzer Zeit ist die Decke, die schon ziemlich viel Stahl in sich trägt, verlegt. Wenn man dass alles hätte schalen müssen...

Doch jetzt geht es erst richtig los! Sofort werden die Fugen zwischen Decke und Wand abgedichtet, die speziell nach Plan ausgesparten Deckendurchbrüche für Wasser, Strom und Kamine werden verschalt.
Gleichzeitig beginnt auch schon der Elektriker, die Leerrohre für den Strom zu verlegen. Das gibt ein ganz schönes durcheinander. Ob der sich noch auskennt. So langsam treten erste Zweifel für die Notwendigkeit so vieler Leitungen auf. Etwa doch etwas übertrieben bei der Planung? Ein kurzer Blick zur anderen Haushälfte bringt jedoch Entspannung: Hier sieht's auch nicht viel besser aus...!

Und dann werden noch Unmengen an Stahl verarbeitet. Stäbe mit allen Durchmessern, Matten ohne Ende. Und dass alles dient der Stabilität. Ob das wirklich notwendig ist, fragen sich einige. Zumindest Vorschrift vom Deckenhersteller...

Na, mit WLAN und Handy ist wohl nichts, im Keller!

Ach ja, fast hätte ich noch das wichtigste vergessen! So ganz nebenbei wurden dann mit dem Kran auch die beiden Fertigtreppen für den Keller eingesetzt. Pro Treppe nicht mal ne dreiviertel Stunde. Da soll mal jemand Schalen anfangen! Weiterer Vorteil: Die Treppe kann sofort benutzt werden!
Muss man auf jeden Fall mal gesehen haben!

Aber das ganze passiert unter enormen Zeitdruck, schließlich kommt am nächsten Morgen der Beton! Die Elektriker sind auf jeden Fall bis spät in die Nacht hinein beschäftigt!

Stephan

Wetter: morgens leicht regnerisch, später Sonne mit Wind

 

Montag 22.10.2006 - Tag 14 

Um das ganze Haus wird zu Sicherheit eine Drainage, auch Sickerleitung genannt gelegt.
Dazu wird rund um den Keller ein Fließ verlegt. Auf dieses Flies kommt ein gelbes (nicht so ganz flexibles) Rohr voller kleiner Löcher. Durch diese kann das Wasser dann in das Rohr eindringen und so ablaufen. Tieferer Sinn ist, dass sich kein Wasser in der Kiesschicht unter der Bodenplatte hält.
Die Drainage wird stellenweise mit grobem Kies fixiert und, wo nötig, auch gleich das Flies, welches ein Verstopfen der Drainage verhindern soll, um Rohr und Kies gewickelt.

Zusätzlich wird im Keller weiter an der Schalung für die Decke gearbeitet. Da die Filigran-Fertigdecke nur 5 cm stark ist, muss diese für die Last des später aufgebrachten Betons abgestützt werden. Ein aufwendiges einschalen mit Schaltafeln entfällt aber.

Um das ganze abzustützen werden in regelmäßigem Abstand mit speziellen Auftstellhilfen, so genannten "Dreibeinen", höhenverstellbare Eisenbolzen aufgebaut. Über diese kommen spezielle Schalbalken, die so genannte "Doka-Schalung". Diese werden an den Bolzen fixiert (wie immer nur mit 60er Nägeln) und mit Hilfe von Querlatten untereinander stabilisiert. Dann wird mit Hilfe von Wasserwaage und Laser das ganze Gestell auf die richtige Höhe gebracht.
Wichtig dabei ist, die Bolzen so einzustellen, dass sich diese später zum entfernen noch etwas nach unten drehen lassen. Sonst kann das unter der Last der schweren Decke zu enormen Problemen führen!
Wenn das ganze Gestell erst einmal steht, können auch die Aufstellhilfen entfernt werden, zumindest die meisten.

Die Reste der Perimeterdämmung werden angebracht.

Am Abend wird dann sogar schon ein Teil des Schalungsmaterials abtransportiert. Ich glaube, vermissen wird es keiner ...!

Stephan

Wetter: leicht regnerisch, warm

 

Samstag 20.10.2006 - Tag 13

Nach den Strapazen gestern Abend sind die meisten noch recht fertig!

Heute wird die zweite Kalksandsteinmauer hochgezogen. Dazu wird die am Vorabend aufgestellte Dämmung einfach zwischen die beiden Kalksandsteinmauern eingemauert.
Wichtig dabei ist nur, dass die zum fixieren der Dämmplatten benutzten Nägel wieder herausgezogen werden. Ebenso müssen eventuelle Mörtelreste sauber entfernt sein. Sonst hat die ganze Schallschutztaktik keinen Wert, weil Lärmbrücken durch direkten Kontakt beider Wände entstehen!

Weil alles so gut läuft und viele Helfer auf dem Bau sind, beginnt  man heute sogar schon mit den tragenden Zwischenwänden aus Ziegel. unter die ersten beiden Schichten wird Dachpappe gemauert. Um zu verhindern, dass Wasser von unten ins Mauerwerk kommt, wie ich später erfahre.

Plötzlich sieht das ganze schon fast aus, wie ein richtiger Keller...
 

Und weil es so flott geht, wird auch schon begonnen, die Schalung für die Kellerdecke aufzustellen!

Am Nachmittag beginnen zwei Leute, die Perimeterdämmung außen an die Kellerwände anzubringen. Dazu wird ein Schussapparat verwendet. Dieser wuchtet die Dübel in die Betonwand. Eine anstrengende Arbeit, die bis spät in die Nacht reicht.
erst um acht Uhr ist dann Feierabend...

Stephan

Wetter: sonnig
 

Freitag 19.10.2006 - Tag 12 

Der Rest der Schalung wird entfernt. Jetzt heißt es putzen, putzen, putzen. Damit keine Betonrückstände auf der Schalung richtig hart werden können, muss jede Tafel fein säuberlich geputzt werden. Das ist anstrengender als man denkt! Dazu kommt, dass die Tafeln immer wieder hin und her bewegt werden müssen.

Aber einen Lichtblick gibt es: Die Zeit mit den öligen, schmierigen Schaltafeln ist vorbei, der Keller betoniert. Da wird gerne mal genauer geputzt, wenn man nur das Schalöl nicht mehr riechen muss!

Heute wird sogar schon angefangen, die Kellerwände zu mauern. Und gleich ein harter Brocken für die Maurer: es geht gleich an die Wand zwischen den Haushälften. Das heißt an Kalksandstein. Dieses Material wird verwendet, da es eine enorm hohe Schalldichte besitzt. Da die Zwischenwand aus zwei 17 cm-Wänden besteht (nicht wie fälschlicherweise oft angenommen aus nur einer Wand!) ist es in der Theorie so gedacht, dass auf einer Seite mit der Kreissäge hantiert, auf der anderen vorm Fernseher gesessen werden kann!

Das mit der hohen Dichte birgt natürlich einen weiteren Nachteil: Die Dinger sind enorm schwer! Dabei sehen die Kalksandsteine gar nicht so groß aus.
Folge: an der Steinsäge muss schön langsam geschnitten werden und die Maurer haben ganz schön was zu lupfen.

Aber die Arbeit lohnt sich am Abend steht schon die erste Wand (Westseite).  Diese kann von der Ostseite her schon gleich mit den speziellen schallschluckenden Dämmmatten bestückt werden.
 

Bei Scheinwerferlicht muss dann noch der Kanalanschluss der einen Haushälfte mit der der anderen verbunden werden. Dazu wird zwischen Kellerwand und Baugrubenwand gebuddelt, genau da wo eh schon alles festgetreten war! Und den Lehm gleich noch hoch aus der Baugrube schaufeln! Eine extrem Schweißtreibende Arbeit. Gut nur, dass andere schon so weit vorgearbeitet hatten, bis ich mit dem Putzen der Mörtelsachen fertig war. So gab es dann gar nicht so viel zu tun... ;-)

Stephan

Wetter:  sonnig

 

Donnerstag 18.10.2006 - Tag 11 

Alles läuft im Prinzip wie am Tag vorher! Der eine Teil wird ausgeschalt, Elemente gleich an das verbliebene Teilstück gesetzt. Einzige Schwierigkeit heute: Das Treppenstück.

Hier sind 30cm starke Wände erforderlich, und das bei abweichender Höhe.

Dazu müssen Bretter so aneinander genagelt werden, dass sie so in die Schalung eingepasst werden können, dass der Beton auf der einen Seite gut 40 cm höher eingefüllt werden kann. gar keine so einfache Aufgabe, bedenkt man, dass der Beton ja im Prinzip flüssig ist, wenn auch dickflüssig!
 

Aber wenn einem das ganze richtig gezeigt wird, kann auch ein ungelernter Hilfsarbeiter die Konstruktion so bauen, dass alles hält!
 

So kann dann heute der Rest des Kellers betoniert werden!

Stephan

Wetter: neblig, später sonnig

 

Mittwoch 17.10.2006 - Tag 10 

Es wird ausgeschalt! Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen! Die Betonwände sind relativ glatt und auch gerade! Und auch die Steckdosen inklusive Leerrohre sind noch da wo sie sein sollen! Ebenso Fenster und Tür.

Doch es bleibt kaum Zeit, das ganze Werk lange zu begutachten. Heute wird die andere Haushälfte gleich wieder eingeschalt. Dazu werden die Schaltafeln (teilweise gleich mehrere Elemente zusammen, da die Haushälften prinzipiell identisch sind) an den Kran angehängt, kurz gesäubert, neu eingeölt und auf der anderen Hälfte gleich wieder aufgestellt.

Heute herrscht ziemlich viel Betrieb auf der Baustelle, es wird an vielen Orten gleichzeitig geschafft.
Umso wichtiger, dass alles auf ein Kommando - in dem Fall Meister Klaus - hört!
Viel zu schnell ist es passiert, ein unbedachter Schlag auf eine Spannschraube beim Ausschalen und schon können 200 KG einen zerquetschen wie eine Fliege!

Daher ist trotz hektischem Treiben oberstes Gebot: Nur einer hat das Sagen!
Alles andere hat mit "Laien" keinen Sinn. Wer sich hier nicht unterordnen kann, ist fehl am Platz!

Doch Klaus hat immer alles im Griff, nur selten ist eine Schelte notwendig.

Leider kann die Osthälfte nur bis zur Hälfte eingeschalt werden. Schwesterlein hat noch ne Zusatztreppe, die direkt von der Garage in den Keller führt. Diese erfordert speziellen Aufwand. Daher wird heute nur die Hälfte geschalt.

Weil aber alles so zügig vorangeht, kann am Nachmittag die Hälfte sogar schon wieder betoniert werden!

Stephan

Wetter: neblig, etwas sonnig

 

Dienstag 16.10.2006 - Tag 9 

Schaltag!

Vormittag wird der Keller der Westhälfte eingeschalt. Dazu ist die Bodenplatte schon vorbereitet worden. Genauestens wurde die Lage der Wände eingemessen und mit Hilfe vom Bohrhammer genau am Strich Löcher gebohrt. In diese Löcher kommen Stahlstifte, an denen später die Schalung ansteht.

Die Schaltafeln aufstellen ist ganz schön anstrengen. Immerhin können die Dinger bis zu 200 Kilo wiegen! Mit Hilfe von Kran und viel Geduld lässt sich das jedoch bewältigen. Wichtig jedoch ist strenges einhalten der Sicherheitsregeln und ständiges Nachmessen.

Außerdem sollten die Schalungen mit Samthandschuhen angefasst werden - das Zeug ist teuer... ;-)

Damit sich Betonreste später besser von den Tafeln lösen lassen, ist es unabdingbar, diese vorher gut mit Schalöl aus einer Spritze einzusprühen! Wer das vergisst, der erlebt später sein blaues Wunder...
Allerdings sieht man durch das viele Öl bald aus wie ein Grubenarbeiter...

Ist die äußere Schalung aufgestellt, wird diverses Zeug an den (armen neuen) Schaltafeln befestigt.  Dazu nimmt man 60er (wohl gemerkt 60er, nicht 55er oder schon gar nicht 80er!) Nägel. So wird die spätere Höhe der Mauern angezeichnet und mit Hilfe von Nägeln markiert. Diverse Mauerdurchbrüche (z.B.: für Wasser und Strom) werden eingenagelt und sogar ganze Kellerfenster schon eingeschalt. Dabei ist stets zu beachten, dass alles sehr stabil ist, Beton ist sehr schwer!

Wichtig auch: Am besten viele Steckdosen und Leerrohre in den Betonmauern einplanen, darüber freuen sich die Maurer!

Diese werden nämlich dann an die innere Schalung genagelt und sind unglaublich von Vorteil beim späteren betonieren!

Bevor die innere Schalung jedoch aufgestellt werden kann, muss wieder einmal viel Stahl in die Mauern. Also heißt es jetzt wieder Matten binden. Unter Umständen werden die Stahlmatten vorher in den richtigen Winkel gebogen oder mit der Mattenschere abgezwickt.

Die Schalungen werden durch so genannte Abstandshalter genau so weit auseinander gehalten, wie gewünscht. Durch die3 Abstandshalter werden Metallstäbe gesteckt, die die Schalung extrem fest zusammenspannen.  Vor dem Betonieren wird alles noch mal sorgfältig vom Chef selber überprüft - nicht auszudenken, was passiert, wenn die Schalung beim Betonieren bricht...!

Dann wird mit Hilfe des Krans und des Betonkübels von oben betoniert und wie gewohnt gerüttelt. Die vorher angebrachten Nägel zeigen dabei genau die zu betonierende Höhe an.

Ach ja, wenn etwas Beton fehlt, kann man auch mit ein paar alten Brocken von der Bodenplatte nachhelfen. Diese werden einfach in den feuchten Beton gedrückt. Wenn man genügend Brocken hat, ist alles kein Problem ;-)

Stephan

Wetter: frostig am Morgen, sonst warm und sonnig

 

Montag 15.10.2006 - Tag 8 

Heute sehe ich zum ersten mal live, wie eine Bodenplatte betoniert wird.
Der Beton wird von einer Transportfirma im Mischer-LKW geliefert. Der Fahrer kann vor Ort mit Hilfe von Wasser noch die Konsistenz des Betons verändern. Es ist wichtig, dass der Beton flüssig genug ist, in alle Winkel der Bodenplatte zu laufen. Zuerst werden die Ecken mit Hilfe von Betonkübel und Kran betoniert. Dann ein Steg in der Mitte.

Mit dem so genannten "Rüttler", der aussieht wie eine große Sonde an einem dicken Kabel. Ist es möglich, den Beton zu verdichten und eventuelle Lufteinschlüsse aus dem Beton zu bringen. Dazu ist in der Sonde ein Elektromotor eingearbeitet, der mit seiner hohen Drehzahl für hochfrequente Schwingungen sorgt.
Am Schluss wird das ganze mit einer langen Latte abgezogen und glatt gestrichen.
 

Später wird dann sogar noch damit begonnen, den Keller auf der Westhälfte zu schalen.

Stephan

Wetter: sonnig

 

Samstag 14.10.2006 - Tag 7 

Jetzt geht es für mich richtig los. Als erstes wird die Schalung der Bodenplatte auf der Westseite entfernt  - das so genannte "Ausschalen". Kaum zu glauben, aber nach nur einer Nacht ist der Beton fest und man kann sogar schon drauf gehen! Kein Wunder bei der Menge Zement... Seine endgültige Festigkeit bekommt der Beton aber erst nach ca. 30 Tagen.

Dann geht es daran, die Rohre für das Abwasser auf der Ostseite zu verlegen. Wieder wird das ganze mit feinem Sand in das richtige Gefälle gebracht und dann ausgefüllt. Jetzt nur noch vorsichtig verdichten.

Gleichzeitig wird schon die Schalung für die Bodenplatte Ost aufgebaut.

Jetzt werden einige Zentimeter grober Kies eingefüllt und mit der Rüttelplatte verdichtet, um eventuellem Sickerwasser zu ermöglichen, unter der Bodenplatte abzulaufen. Dann folgt eine Folie und wieder sehr viel Stahl.

So weit so gut, ab Montag kann wieder betoniert werden.

Stephan

Wetter: sonnig, bewölkt

 

Freitag 13.10.2006 - Tag 6 

Heute hat es mich doch erwischt! Nachdem es am Freitag doch mal nicht so lange in der Arbeit gegangen ist, musste ich am Abend noch ran.

Vormittag wurde auf der fertig vorbereiteten Westhälfte noch genügend Baustahlmatten verlegt. Diese werden in zwei Schichten mit entsprechenden Abstandhaltern verlegt. Dabei gibt es genaue Vorschriften, wie viel Baustahl pro Quadratmeter benötigt werden und wie der Beton beschaffen sein muss. Fixiert werden die Matten mit Hilfe von so genannten "Drillern" und entsprechenden Drähten, die zu einer Art Schlaufe gebunden wurden. Mit ein, zwei Zügen lassen sich diese Drähte schön verdrillen und damit die Matten aneinander binden.

Jetzt kommt sogar schon der erste Beton, die Bodenplatte der Westhälfte kann betoniert werden! Vorher wurde das ganze natürlich mit entsprechenden Holz-Läden verschalt, damit das ganze auch in Form bleibt. An den Rand der Bodenplatte werden noch so genannte Fugenbänder gesteckt. Diese werden nur zur Hälfte eingearbeitet. Die andere Hälfte wird später in die Kellerwand einbetoniert. Das ganze dient als zusätzliche Sicherung, damit durch die entstehende Fuge zwischen Bodenplatte und Kellerwand kein Wasser eindringen kann.

Mein Part kommt jedoch erst später: Ich darf auf der Osthälfte jetzt noch Gräben für die Abwasserrohre ziehen. Ganz schön anstrengend! Das ganze wird dann mit Sand auf ein entsprechendes Gefälle gebracht. Ach ja, dann war da ja auch noch das Fundament auf der Ostseite - wie schon gesagt, läppische 60 cm!

Nur zwei Stunden buddeln - aber mir reicht es! Da haben die Anderen die letzten zwei Tage ganz schön ackern müssen! 

Stephan

Wetter: sonnig

 

Donnerstag 12.10.2006 - Tag 5

 

Heute werden die Abwasserrohre in der Westhälfte verlegt. Dazu werden zuerst die entsprechenden Gräben ca. eine Spatenbreite ausgehoben. Wichtig dabei ist immer ein leichtes Gefälle zum Kanal hin, nachdem Wasser ja bekanntlich nicht bergauf fließt :-)

Nebenbei werden mit Hilfe einer selbst gebastelten Holz-Schalung die gestern gegrabenen Staufix-Löcher ausbetoniert. In die fertig betonierte Vertiefung kommen später die entsprechenden Rückschlagventile.

Ach ja, und dann ist heute noch das tolle Mobi-Klo gekommen...
Mal gespannt ob man das auch braucht!
 

Ich hab von dem ganzen mal wieder wenig mitbekommen, immer noch im Job.
Nur Abends mal Baukontrolle kann nicht schaden..

Stephan

Wetter: sonnig

 

Mittwoch 11.10.2006 - Tag 4

 

Der Kran wird aufgebaut! Wieder mal sitz ich in der Arbeit und bekomme von der ganzen Aktion nicht viel mit.

Am Nachmittag wird es hart für die Helfer: Für die zwei Staufixe (Rückstauventile bei Hochwasser o.ä.) im Keller müssen zwei Löcher mit 80x80x80 cm gebuddelt werden.
Und das im steinigen Lehmboden. Da hilft teilweise nur die Spitzhacke. Und umso tiefer man kommt, umso anstrengender wird das ganze..!

Nebenbei wird auch noch ein kleines Fundament für die Südwestseite ausgehoben, lächerliche 60 cm tief.

Jetzt lohnt es sich wieder, so lange in der Arbeit sitzen zu müssen... ;-)

Stephan

Wetter: sonnig

 

Dienstag 10.10.2006 - Tag 3

Heute wird der Rest der Grube ausgehoben. Auf erste "archäologische" Funde sind wir auch schon gestoßen: Ein altes Wasserrohr der früheren Molkerei verlief quer durchs Grundstück..

Am Abend sieht man das Ergebnis: Die Baugrube ist komplett ausgehoben!

Stephan

Wetter: Nebel / sonnig

 

Montag 09.10.2006 - Tag 2

Mit einem Bagger wird die Baugrube entsprechend den Vorgaben ausgehoben. Was wird wohl unter der Humusschicht kommen? Sand? Kies? Pech gehabt - nur Lehm...

Der Dreck wird zu einem Teil - dieser wird später wieder zum Anfüllen benötigt - auf dem Grundstück gelagert, zum anderen Teil direkt mit LKWs abtransportiert.

Mit Hilfe von Lasern kann der Baggerfahrer genau die Tiefe der Baugrube bestimmen und so den Boden der Grube schon ziemlich eben machen! Dies spart später enorm viel Zeit bei der "Handarbeit".

In der Arbeit bekommt man von dem allen nicht viel mit - der Baggerfahrer arbeitet den größten Teil des Tages allein.

Am Abend sieht man schon in etwa die Größe der Grube...

Stephan

Wetter: Nebel / sonnig

 

Samstag 07.10.2006 - Tag 1

Jetzt geht es endlich los! Nach der langen Planerei wird es auch endlich Zeit. Es regnet!

Aber kein Problem, die nächsten Tage sollen super werden! Also machen die paar Tropfen heute nichts aus.

Heute wird das Schnurgerüst aufgestellt! Das dient dazu, das ganze Haus genau auf Maß zu bringen. Außerdem ist es ein Anhaltspunkt für den Baggerfahrer, der den Aushub macht. Dazu wird noch einmal genau von den Grundstücksgrenzen gemessen. Wer denkt, dass es auf dem Bau nicht so genau zugeht, liegt falsch. Hier darf kein Fehler passieren! Alles muss auf den Zentimeter genau passen, damit sich kleine Fehler später nicht fortsetzen oder es Ärger mit den Nachbarn gibt!

Das Schnurgerüst hat seinen Namen, weil es aus Brettern zwischen Holzpfählen aufgebaut wird. Dazwischen werden auf den Millimeter genau Schnüre gespannt, die später die Mauern anzeichnen.

Auf jeden Fall hat man schon den ersten Muskelkater, bevor es losgeht. Ist schon was anderes, als im Büro. Unzählige Holzpfähle mit dem Jakob in den Boden klopfen, so dass diese stabil stehen - mit der falschen Technik und richtig guten Holzpfählen wird das zu einem Kraftakt! Und schon bereut man seine Worte ein paar Tage zuvor im Wald: "Macht ja nix, wenn die Pfosten ein bisschen dicker sind...!"

Aber die Belohnung all der Mühen folgt recht schnell: Bei der letzten Kontrolle (Diagonale) sollten es laut Plan 20,90 Meter sein. Und bei uns? 20,90 Meter natürlich...!

Außerdem wurde an diesem Tag noch die Tiefe der Baugrube bestimmt und zwei Bretter, die T-förmig zusammengenagelt werden zeigen dem Baggerfahrer die Tiefe. Bestimmend sind die Angaben im Plan und die Tiefe des Abwasserkanals. Diese werden bei der Gelegenheit gleich noch kontrolliert.

Stephan
 

Wetter: regnerisch